Essen & Shoppen

Waffeln & Köpenicker Flair im Café Antoní

Café Antoní – das Köpenicker Café mit einer Mission. Seit 2015 machen Antonia und ihr Team das Café in der Altstadt von Köpenick zum Treffpunkt für alle Liebhaber*innen regionaler Köstlichkeiten. Die meisten hier angebotenen Lebensmittel und Getränke stammen aus Berlin und Brandenburg. Das Wir von Hier Team hat sich mit der Inhaberin Antonia getroffen und in einer gemütlichen Atmosphäre über das Café und ihren Alltag unterhalten.

Köpenicker Idylle

Viel Grün, viel Wasser – das ist Köpenick. „Ich finde, das ist ein kleiner Ausbruch aus der Stadt. Wie ein Urlaub in der Stadt“, erzählt Antonia. Sie ist hier geboren und aufgewachsen: „Ich möchte nicht wirklich in der Stadt wohnen“, so die Köpenickerin. Eine schöne Ecke – das kann man wohl über den Stadtteil im Süd-Osten Berlins sagen. Zu dieser idyllischen Umgebung gehören auch Cafés wie das Café Antoní, wo man sich Zeit nehmen und ausruhen kann. Das leckere Frühstück und eine Tasse starker Kaffee stehen dabei unbedingt auf der To-do-Liste.

Die Anfänge des Café Antoni

Viel Wasser und viel Grün © Wir von Hier

„Wir haben ganz klein angefangen, hatten kein Frühstück, keine herzhaften Waffeln, nur Kuchen und Eis“, erinnert sich Antonia. Vor drei Jahren war sie mit ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau fertig und dachte sich: Was nun?

Die Gastronomie war schon immer ein Bereich für sie, der sie interessierte. Da kam ihr die Idee: ein Café aufmachen! Der Raum wurde schnell gefunden und umgebaut, Antonia und ihre Eltern haben dabei alles selbst gemacht. „Es ist relativ schnell ins Rollen gekommen“, so die junge Gastronomin.

Herzhafte Waffeln © Café Antoní

Warum aber ausgerechnet ein Café und nicht ein Restaurant starten? „Ich liebe Kaffee über alles, ich wollte schon immer viel über Kaffee wissen“, so Antonia. Bei der Namensfindung für das Café hat sie sich aber schwergetan: „Über Monate wusste ich nicht, wie wir es nennen werden“. Ihre Mutter hat den Namen „Café Antoní“ vorgeschlagen und mit der Zeit hat er sich durchgesetzt.

Nur Berliner Produkte

Die Idee ausschließlich Berliner Produkte im Café anzubieten war für Antonia von Anfang an wichtig, denn ihre Herzensangelegenheit war und ist weiterhin, ihre Heimatstadt und die kleinen regionalen Händler und Lebensmittelproduzenten zu unterstützen. Genau das macht sie jetzt: den Gästen wird Kaffee aus einer Berliner Rösterei, Milch aus Brandenburg, selbst gebackener Kuchen und auch mal frische Kapuzinerkresse aus dem Garten angeboten.

Wenn es DAS Gericht bei Café Antoní gibt, dann sind es definitiv die herzhaften Waffeln. „Wir haben teilweise Leute, die extra aus Steglitz kommen, um unsere Waffeln zu essen“, so Antonia. Die Käsewaffeln mit Bacon und Ei, Salat und Tomaten, grüne Waffeln mit Räucherlachs oder Tomatenwaffeln mit Tomaten und Mozzarella – die Auswahl an Waffeln ist echt groß!

Pläne für die Zukunft

Zwar war der Anfang schwer, aber jetzt merkt Antonia, dass mittlerweile viele Stammgäste ins Café kommen. Zum Frühstück am Wochenende sind beinahe alle Tische reserviert, das Café hat jeden Tag geöffnet.

„Wir machen jede Woche ein Wochenangebot. Diese Woche haben wir Zweierlei Kürbissalat mit Papadam. Wir haben auch Suppen und belegte Brötchen…“, erzählt uns Antonia. Von Aufstrichen und Müsli hin zu Kuchen und Sirupen versucht das Team alles selbst zu machen. Das Ergebnis: jede Woche eine große Auswahl an leckeren, selbst gebackenen Kuchen.

Selbst gebackene Kuchen – das echte Highlight vom Café Antoní © Café Antoní

Das Team vom Café Antoní besteht zurzeit aus acht Personen, darunter auch viele Studierende. In der letzten Zeit ist das Café schnell gewachsen und auch das Angebot an Speisen und Getränken hat sich erweitert.

Da die Nachfrage immer größer wird, ist nun auch ein Küchenumbau in Planung. Wegen der eingeschränkten Fläche können zurzeit noch keine Rühreier zubereitet werden, was viele Gäste morgens traurig macht. Nächstes Jahr wird das aber nicht mehr der Fall sein. In der neuen Küche soll mehr und schneller gekocht werden.

Frühstück genießen und sich Zeit lassen…

Bei alledem legt Antonia viel Wert auf eine ruhige und entspannte Atmosphäre, sie will das Café zu einem Ort machen, wo man sich wohlfühlt und wohin man gerne wiederkommt. Daher strebt sie an, dass die Gäste aus ihrem Alltag rauskommen, sich ein bisschen entspannen und … nicht die ganze Zeit auf ihre Handys starren. 😉

„Ich habe keine Zeit“, „Ich muss mein Essen sehr schnell haben“ – auf solche Attitude trifft man in der heutigen Gesellschaft sehr häufig. Ein Ausbruch aus dem Alltag ist daher eine wichtige Mission fürs Café Antoni. In Köpenick, zwischen dem Grün und viel Wasser, kann das gelingen.

Regional essen, aber wie?

Nach den Lebensmittelproduzenten und Zulieferern fürs Café sucht Antonia selbst: auf den Messen, durch Internetrecherche, aber auch ihre Freunde und Bekannte haben ab und zu mal einen Tipp. Kaffee kommt aus einer Friedrichshainer Rösterei, Mate „Berliner Mätchen“ stammt ebenso aus Berlin, Eis aus einer Kreuzberger Eismanufaktur.

Im Sommer gibt’s eine große Nachfrage für Eis: Vanille & Schoko sind immer dabei! © Wir von Hier (Bild links) & Café Antoní (Bild rechts)

Aber nicht nur das Verwenden von Lebensmitteln aus der Region, sondern auch das Selbstkochen gehört zum Alltag des Köpenicker Cafés. So macht Antonia zum Beispiel Kompott zusammen mit ihrem Team. Letzte Woche haben sie 50 L Pflaumenkompott gekocht und eingeweckt – für den Winter soll’s reichen! 😀

Das einzige Getränk, das nicht aus der Umgebung kommt, ist der Wein. „Schwierig“, sagt Antonia zur Berliner Weinauswahl. Nach langen Überlegungen hat sie sich doch für Bio-Wein von der Mosel entschieden.

Lebensmittel aus der Region – ein wichtiges Motto. Im Alltag ist es aber nicht immer einfach, diesem Ideal treu zu bleiben. Persönlich findet es Antonia gut, bei lokalen Händlern auf dem Wochenmarkt einzukaufen.

Kreativität im Café-Alltag

Zur Abwechslung gibt es jede Woche im Café Antoní ein besonderes Wochenangebot, hierzu fällt Antonia oder jemandem aus ihrem Team immer eine Idee ein. „Man muss es aber vor allem probieren, es schmecken. Vieles was man gut kombinieren kann, setze ich schon im Kopf zusammen, aber viel kommt auch durch Ausprobieren“. … und je mehr Erfahrung man hat, desto schneller geht’s!

Manche Gerichte werden mit frischen Blumen aus dem Garten geschmückt © Café Antoní

Kreativität ist im Café-Alltag sehr gefragt, so haben Antonia und ihr Team einmal einen Kuchen aus dem Orange-Basilikum-Eis, frischen Orangen und Basilikum gezaubert. Solche Kreationen kommen bei den Gästen super an, Klassiker wie der Käsekuchen bleiben aber auch beliebt. Ist der Käsekuchen nicht da, fragen die Gäste meist besorgt nach.

Was das Wir von Hier Team besonders interessiert hat, war natürlich die Frage, was aus dem ganzen Café-Angebot Antonia selbst am besten schmeckt…

„Ich esse sehr gern den Sonnendecker – die Waffeln mit Tomaten, Mozzarella und Kräutern“, so Antonia. Im Sommer ist ihre Empfehlung Nr 1.: der hausgemachte kalte Kaffee mit Kondensmilch, doppeltem Espresso, frischem Milch und Eiswürfeln.

Habt ihr schon Appetit bekommen? 🙂

Wir von Hier Tipp ♥ Das Café Antoní nimmt jedes Jahr am Köpenicker Kneipenfest teil. Auf dem Fest treten die lokalen Bands in den unterschiedlichen Cafés und Bars in Köpenick und Friedrichshagen auf, mit einem Ticket könnt ihr an einem Abend mehrere Konzerte besuchen.


Café Antoní

Grünstraße 10

12555 Berlin

Website

Öffnungszeiten: Mo.-Sa. 09.00-18.00 Uhr, So. 10.00-18.00 Uhr


Wir von Hier ist auf der Suche nach den kleinen lokalen Cafés aus der Nachbarschaft, wo man echt lecker essen kann. Hast du ein Lieblingscafé in deiner Gegend, über das alle unbedingt Bescheid wissen sollen? Schreib uns eine E-Mail an content@wirvonhier.de und schlage deinen Favoriten für unsere Rubrik „Essen & Shoppen“ vor.

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