Tipps

Wir von Hier Tipps fürs Babysitting

Die Karten für die Aufführung sind bereits bezahlt oder ein wichtiges Geschäftsessen steht an, doch die Großeltern sind krank und im Freundeskreis hat auch keine*r Zeit? In einer stressigen Situation noch eine*n passenden Babysitter*in zu finden scheint dann fast unmöglich. Eine feste Kinderbetreuung zu haben kann in solch spontanen Momenten sich als wahre Rettung erweisen. Auf Wir von Hier klären wir die dringendsten Fragen übers Babysitting.

Mit wie viel Jahren kann man das Baby allein lassen?

Jedes Kind ist individuell und in unterschiedlichem Alter bereit, sich auf neue Menschen einzulassen.

Ab welchem Alter Eltern und Kind bereit für eine Unterstützung und eine Kinderbetreuung sind, ist pauschal schwierig zu beantworten. Sowohl Kinder, als auch Babysitter*innen sind dafür einfach zu unterschiedlich. Eltern sollten sich bei dieser Wahl auf ihr Bauchgefühl verlassen. Im Vorfeld die Kinderbetreuung kennenzulernen und zu beobachten, ob die Chemie zwischen dem Kind und der*dem Betreuer*in stimmt, ist ein wichtiger Schritt vor der endgültigen Entscheidung.

Aufsichtspflicht

Die Aufsichtspflicht gegenüber Minderjährigen liegt immer bei den Eltern, sie kann jedoch auf den*die Babysitter*in übertragen werden. Ist die Kinderbetreuung selbst noch minderjährig, so müssen deren Eltern der Übertragung der Aufsichtspflicht auf ihr eigenes Kind einwilligen. Es ist immer ratsam die Übertragung schriftlich festzuhalten und nicht nur mündlich zu vereinbaren.

Tausche dich mit deinen Nachbarn über Erfahrungen mit Babysittern aus.

Worauf muss ich bei der Wahl des*der Babysitters*in achten?

Die Chemie zwischen Kind und Babysitter*in muss stimmen.

Die Anforderungen an einen geeignete*n Babysitter*in sind individuell sehr unterschiedlich. Ist es wichtig, dass die Kinderbetreuung Erfahrungen mitbringt? Oder führt man die Kinderbetreuung eigenständig an die anstehenden Aufgaben heran? Erfahrungen sind dann ratsam, wenn der*die Babysitter*in zusätzliche Aufgaben wie Kochen und Autofahrten mit den Kindern übernehmen soll. Auch spielt Vertrauen in den*die Babysitter*in eine ausschlaggebende Rolle. Denn Druck, Strenge und permanente Kontrollanrufe sind einschüchternd und führen leichter zu Fehlern. Der Kinderbetreuung wird die Konzentration für das Wesentliche genommen: das Kind.

Einander kennenlernen

Bevor eine Entscheidung getroffen werden kann, müssen nicht nur die Eltern den*die Babysitter*in kennenlernen, sondern auch das Baby. Alle sollten sich miteinander wohl fühlen, die ersten Male können Eltern und Babysitter*in einige Aufgaben zusammen übernehmen und Fragen direkt klären. Hier können alle bereits ein gewisses Gespür entwickeln, wie und ob die Zusammenarbeit zukünftig funktioniert.

Mindestalter fürs Babysitten?

Kinder ab 13 Jahren dürfen bereits babysitten.

Laut Pa­ra­graph 5, Ab­satz 3 des Ju­gend­ar­beits­schutz­ge­set­zes (JArb­SchG) liegt das ge­setz­li­che Min­dest­al­ter ei­nes*r Ba­by­sit­ters*in bei 13 Jah­ren. Al­ler­dings wird ei­ne schrift­li­che Ein­wil­li­gung der Er­zie­hungs­be­rech­tig­ten und ei­ne Ar­beits­zeit von ma­xi­mal zwei Stun­den täg­lich zwi­schen 8:00 und 18:00 Uhr (max. 10 Std./Wo­che) vorausgesetzt, in den Schul­fe­ri­en auch län­ger.
Ab ei­nem Al­ter von 15 Jah­ren darf man zwi­schen 6:00 und 20:00 Uhr ba­by­sit­ten. Wäh­rend der Fe­ri­en kön­nen Ju­gend­li­che in die­sem Al­ter so­gar für vier Wo­chen in Voll­zeit job­ben (8 Std. täg­lich; 40 Std. in der Wo­che). Bedingung ist im­mer, dass die Schul­pflicht nicht ver­letzt wird.

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Wie viel Lohn bekommt ein Babysitter?

Die Höhe des Lohns kann auf Verhandlungen bestimmt werden, aber man sollte immer fair sein.

Der zu zahlende Lohn ist von mehreren Faktoren abhängig: Welchen Umfang hat die Kinderbetreuung? Welche zusätzliche Leistungen soll der*die Babysitterin erbringen? Welche und wie viel Erfahrung hat die Kinderbertreuung? Hat der*die Babysitter*in besondere Qualifikationen? Wo wird auf das Baby aufgepasst? – Denn es gibt auch regionale Unterschiede in der Bezahlung. Hat der*die Babysitter*in nicht bereits die Bezahlung vorgegeben, ist es eine Verhandlungssache zwischen Eltern und der Kinderbetreuung. Durchschnittlich liegen die Kosten je nach Alter und Erfahrung zwischen 5 € und 12 € pro Stunde.

Muss ich meinen Babysitter anmelden?

Babysitten ist, sobald es einen finanziellen Ausgleich gibt, Arbeit, die gemeldet werden muss.

Eltern und Babysitter*in gehen auch im privaten Raum ein Arbeitsverhältnis ein, welches Steuerzahlungen und Sozialversicherungsabgaben erfordert und somit offiziell gemeldet werden muss. Die Anmeldung erfolgt über die „Mini-Job Zentrale“, was auch unkompliziert übers Internet auf der Seite der Minijob- Zentrale erledigt werden kann. Das „Haushaltsschek-Verfahren“ beschäftigt sich explizit mit haushaltsnahen Dienstleistungen, die auch von Familienangehörigen ausgeübt werden können. Dafür werden folgende Daten benötigt:

  • Deine per­sön­li­chen Da­ten (Na­me, An­schrift)
  • die per­sön­li­chen Da­ten deines Ba­by­sit­ters/deiner Babysitterin (Na­me, An­schrift)
  • So­zi­al­ver­si­che­rungs­num­mer deines Ba­by­sit­ters/deiner Babysitterin (al­ter­na­tiv: Ge­burts­da­tum, -ort, -na­me)
  • Da­ten des Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­ses (Be­ginn und ggf. En­de)
  • Deine Bank­da­ten für die Ein­zugs­er­mäch­ti­gung der So­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge

Die Anmeldung bringt einige Vorteile mit sich: nach Anmeldung ist der*die Babysitter*in automatisch gesetzlich unfallversichert, d.h. falls während der Betreuungszeit, auf dem Hin- oder Rückweg von der Arbeit der*dem Babysitter*in etwas zustoßen sollte, werden alle nötigen Heil- und Rehabilitationskosten übernommen. Zusätzlich kann die Kinderbetreuung bis zum 14. Lebensjahr steuerlich abgesetzt werden, insgesamt bis zu 4.000 € jährlich (Stand 2018). Wichtig dafür ist ein Zahlungsbeleg in Form einer Überweisung.

Wo als Babysitter bewerben?

Stellenanzeigen als Babysitter*in gibt es genügend: In der Zeitung, auf Jobportalen, in Kleinanzeigen. Genau dort kann man sich auch als Babysitter*in bewerben oder für sich selbst werben. Auch auf sozialen Netzwerken kann jeder in speziellen Gruppen, also allgemeine oder branchenspezifische Jobbörsen, Arbeit finden. Webseiten wie betreut.de oder hallobabysitter.de sind gute Anlaufstellen, um mit interessierten Eltern seriös in Kontakt zu treten. Wir von Hier bietet eine Plattform für verschiedene Anlässe, auch fürs Babysitting. Wenn ihr also Kinderbetreuung in eurer Umgebung sucht oder anbieten möchtet, dann schaut doch einfach mal bei uns vorbei!


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