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Richtig Aufräumen: Wir von Hier Tipps

Aufräumen: 7 Tipps für mehr Ordnung in der Wohnung

Aufräumen, die Unterlagen sortieren, ausmisten und verstauen. Das sind nicht unbedingt die beliebtesten oder spaßigsten Beschäftigungen. Warum eigentlich nicht? Man kramt in alten Erinnerungen und entdeckt vergessene oder verloren gedachte Schätze wieder, aber auch ganz schön viel Gerümpel. Und das kann gut und gerne weg! Wie befreiend ist das Gefühl, wieder einen Überblick über die eigenen Sachen zu haben und zu wissen, wo man hingreifen muss? Nach dem Aufräumen hast du mehr Klarheit und Struktur geschaffen, dazu mehr Raum zum Atmen und Zeit zum Entspannen gewonnen. Wenn das nicht mal nach Life Goals klingt, was dann? Mit den folgenden Tipps wird auch euch die Motivation im Handumdrehen packen!

1. Der Kleiderschrank: Socke mit Loch und Shirt mit Fleck

Aufräumen im Kleiderschrank: Socken mit Löchern müssen weg! © Wir von Hier

Beim Aufräumen des Kleiderschranks ist es ganz einfach: Suche dir eine große Fläche, vielleicht dein Bett, und wirf alles aus den Schubladen und Fächern darauf. Vielleicht doch nicht alles auf einmal, denn ein bisschen Platz braucht es dann wieder zum richtigen und platzsparenden Falten deiner Kleidung. Es gibt nur zwei Entscheidungen – behalten oder nicht behalten. Danach: Verschenken oder spenden, wegwerfen, anderweitig verwenden oder verkaufen. Aber erstmal Schritt für Schritt.

Wenn die Socken Löcher haben und die Jeans zerrissen ist, dann heißt es ganz klipp und klar – au revoir. Wenn du nachhaltig handeln möchtest, könntest du die Socken nochmal zum Putzen verwenden und die Jeans zum Kissenbezug umnähen. Ideen und Anleitungen gibt es im Netz eine Menge. Doch manchmal gibt es da nichts mehr zu retten und man sollte sich eingestehen: es darf in den Müll. Weg kann auch alles, was immer in der hintersten Ecke deines Kleiderschranks rumliegt und du im letzten Jahr nicht einmal bemerkt oder vermisst hast. Diese Sachen kannst du verschenken, spenden oder du veranstaltest einen Flohmarkt in deiner Nachbarschaft bzw. online auf dem Wir von Hier Marktplatz. Nur was du wirklich gerne trägst und in den letzten 12 Monaten trugst, bleibt. Und dann geht es auch schon wieder ans Eingemachte – ans Falten und Einräumen.

Du brauchst mehr Inspirationen und Tipps zum Falten und einräumen deiner Sachen?

Schau doch mal auf Pinterest vorbei! Passend zum Thema haben wir ein Board für dich erstellt.

2. Der Esstisch: Tischlein leer‘ dich, Geschirr wasch‘ dich

5 Minuten aufräumen – Kopf frei bekommen. © Wir von Hier

Ablageflächen auf dem Esstisch für Briefe oder nicht eingeräumte Einkäufe sind Unordnung von gestern. Auch wenn man nach einem langen Tag keine Lust dazu hat, ist es weniger Arbeit, Unordnung erst gar nicht entstehen zu lassen. Wenn man innerhalb von 5 Minuten direkt alles dorthin verräumt, wo es hingehört, ist auch der Kopf frei. Für einige Dinge muss man feste Orte einführen, wie für die Briefe oder Magazine, damit sie nicht immer wieder auf dem Küchentisch oder auf der Kommode liegen bleiben.

Noch ein Tipp: Viele Aufgaben kann man in der Küche auch zeitgleich machen. Wenn etwas auf dem Herd vor sich hin kocht, können die Reste vom Schnippeln weggeworfen, die Gewürze wieder eingeräumt und das Geschirr gespült werden. Werden diese kleinen und schnell zu erledigenden Aufgaben zur Routine, sind die Essensreste auf den verklebten Herdplatten wie weggewischt.

3. Der Kühlschrank: Butter zur Milch, Apfel zur Karotte

Alle Lebensmittel im Kühlschrank nach System sortieren. © Wir von Hier

Im Kühlschrank sortierst du erst einmal alles aus, was abgelaufen ist. Manche Lebensmittel solltest du nochmal testen, ob sie wirklich verdorben sind, da vieles auch über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar ist – bei tierischen Produkten trotzdem bitte vorsichtig sein. Leere Verpackungen und Dosen mit schlechten Essensresten verlassen ebenfalls den Kühlschrank. Wische ihn bei der Gelegenheit auch gleich mal aus. Nun sortiere alle Lebensmittel nach System ein.

Ganz oben kommen Marmelade, Essensreste, offene Konserven und Süßigkeiten rein. Im zweiten Fach sind dann die Milchprodukte an der Reihe, die brauchen es etwas kühler. Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch lagerst du dann ganz unten. Im Gemüsefach, wie es der Name schon verrät, wird das Gemüse und auch das Obst verstaut. Zusätzliche Boxen können für weitere Ordnung und Übersicht sorgen.

Zu viel eingekauft und du kannst nicht alles auf einmal verbrauchen?

Verschenk doch ein paar Bananen oder Eier an deine Nachbarn!

4. Der Papierkram: Steuerabrechnung, Arbeitsvertrag und wo ist überhaupt der Impfpass?

Wichtige Papiere oder Müll? © Wir von Hier

Auch hier heißt es, einmal in alle vollgestopften Ordner und längst vergessenen Kisten hineinzuschauen und sich der Sache konzentriert und in Ruhe zu widmen. Blatt für Blatt sollte entschieden werden, ob diese Papiere wirklich wichtig sind oder vielleicht sogar bereits als Digitalkopie vorliegen. Ein guter Trick ist es übrigens, die Unterlagen, die nicht im Original benötigt werden, einfach zu digitalisieren und übersichtlich in Ordnern nach Jahreszahlen und dann Dokumenten zu sortieren. Das Papier kann anschließend vernichtet werden. Ein separater Datenträger nur für Unterlagen und Dokumente ist ein sicherer und kompakter Ort für die privaten Informationen.

Was in jedem Fall weg kann:

  • Anschreiben jeder Art (von Arbeitgebern, der Versicherung, Schule etc.)
  • Verträge, die gekündigt wurden und verjährt sind
  • Versicherungsschreiben aller gekündigten Versicherungen und abgeschlossener Schadensfälle

In Stapeln können die Unterlagen dann in Kategorien aufgeteilt werden, wie Wohnung, Versicherung, Auto, Steuern und Zeugnisse. Diese Kategorien bilden Grundlage für das Anlegen der Ordner zum Verstauen. Innerhalb der Ordner können die Verträge und Unterlagen dann noch nach Jahren unterteilt und getrennt werden.

5. Der Keller: Spinnenweben und Fledermäuse

Im Keller aufräumen! © Wir von Hier

Falls der Keller nur von Kisten belagert wird, ist es an der Zeit eine Grundausstattung zu besorgen. Dazu gehören u.a. Regale aus Metall und Kisten oder Boxen aus Aluminium, da diese rostfrei bleiben, einfach zu reinigen sind und sich für feuchte Räume wie den Keller besonders gut eignen. Die Regale besorgst du am Besten noch vor dem Entrümpeln und Aufräumen. Wenn die Maße genommen wurden, kann man bereits planen, wie die übrig gebliebenen Sachen später eingeräumt werden sollen. Allgemein ist der Vorgang im Keller derselbe wie beim Kleiderschrank: Kategorisiert wird nach Behalten, Wegwerfen, Verschenken, verkaufen und reparieren. Und auch hier ist der Wir von Hier Marktplatz der ideale Ort, um die Sachen an den*die Nachbarn*in zu bringen. Vor dem Einräumen das Saubermachen nicht vergessen!

Du brauchst Hilfe beim Keller ausräumen?

Finde nette Nachbarn, die dir dabei helfen, vielleicht macht ihr den anderen direkt noch mit!

6. Das Mindset: Gedanken ordnen und Kopf leeren

Wie wäre es, mal offline zu sein? © Wir von Hier

Den Konjunktiv kannst du ab heute aus deinem Kopf und aus deinem Sprachgebrauch streichen. Dieser hindert nämlich beim Aktiv werden. Also Schluss mit „hätte, hätte Fahrradkette“ und die Sachen einfach mal angehen, wenn sie wirklich schon so lange in den Gedanken herumschwirren. Schreib auf, was dich beschäftigt und schaue dann, ob und wie du das Ziel verwirklichen kannst oder lasse den Gedanken einfach verdampfen. Es kann auch helfen, den Zettel zu verbrennen, um dir vor Augen zu führen, den Gedanken gehen zu lassen.

Für mehr Ruhe hilft es auch einfach mal offline zu sein – kein Internet, kein Fernsehen, kein Chatten. Oft fehlt der freie Kopf dann, wenn man ihn am meisten braucht: beim Einschlafen. Deshalb sollten die Gedanken, Pläne, To-Dos etc. vor dem ins Bett gehen ebenfalls auf ein Papier zusammengetragen werden, damit diese aus dem Kopf verschwinden und nichts weiter bliebt, als Ruhe und ein süßer Traum.

7. Die Ordnung: Halt Stopp! Alles bleibt so, wie es ist

Alles bleibt so wie es ist! © Wir von Hier

Ist der größte Teil der Arbeit geschafft, bleibt dir nur noch eine einzige Aufgabe: Ordnung halten. Damit das Aufräumen im Haushalt zukünftig nicht so viel Zeit in Anspruch nimmt, solltest du ab jetzt besser aufpassen, was und wie du Sachen einräumst, sortierst oder besser gleich entsorgst. Nimmst du etwas aus den Regalen oder Ordnern und bringst es nachher zurück, halte dich an dein Sortierungs-System. Falls neue Dinge dazu kommen, folge ebenso den einmal festgelegten Regeln. Die Entrümpelung deines Haushalts und deines Kopfes solltest du regelmäßig wiederholen, denn mit der Zeit wirst du merken, dass du dich von manchen Sachen lieber doch verabschieden solltest.

Du bist fantastisch organisiert und Unordnung ist für dich ein Fremdwort?

Teile doch deine Tipps mit deinen Nachbarn!